Bei meinen Eltern war der Sonntagskuchen zum Frühstück (!) Standard und so habe ich die Liebe zu Kuchen praktisch mit der Muttermilch aufgesogen. Weil Kuchen leider grundsätzlich eher einen ungesunden Ruf hat, bin ich immer auf der Suche nach gesünderen Alternativen. Und so kam über eine Freundin die Idee zum Kartoffelkuchen. Ganz easy und schnell und vor allem super, wenn man noch Kartoffeln vom Vortag übrig hat.

Was mir hier besonders gut gefällt ist, dass kaum Zucker oder Süßungsmittel enthalten sind, weil die Kartoffelstärke schon süß ist. Dadurch ist der Kuchen natürlich nicht ganz so zuckrig, man bekommt aber auch nicht dieses „aufgekratzt-durch-Zucker“-Gefühl.

Und weil die Nüsse schon viel Fett enthalten, benötigt man kein Weiteres in Form von Butter oder Öl. Geschmacklich fällt das aber gar nicht auf.

Und noch ein Pluspunkt: er macht richtig schön satt.

Zutaten:

  • 250 g Kartoffeln
  • 100 g Vollkornmehl
  • 100 g Nüsse
  • 100 ml Milch
  • 1 EL Zuckerrübensirup/Zucker o.ä.
  • optional ein paar Tropfen Stevia
  • 0,5 Päckchen Backpulver/Weinstein o.ä.

Die gekochten Kartoffeln (warm oder kalt) pürieren oder durchpressen und dann mit den restlichen Zutaten verrühren. Anschließend in eine Kuchenform füllen und bei 180°C Umluft für ca. 30 Minuten backen lassen.

KartoffelkuchenIII

Tipps:

  • Wundere dich nicht, wenn der Kuchen noch saftiger/klebriger ist als andere. Das gehört zu seiner Natur und ist auch nicht „gefährlich“ da keine Eier enthalten sind. Ich bewahre ihn danach an einem kühlen Ort auf und lange halten tut er eh nicht.
  • Die Farbe variiert je nach Süßungsart und auch wie saftig/klebrig der Kuchen ist hängt davon ab. Zuckerrübensirup ist ziemlich dunkel, während Haushaltszucker ja eher weiß ist. Auch bei meinen Bildern kannst du einen Unterschied sehen.
  • Stevia wird ja nicht so gerne zum Backen genommen, aber wenn man nicht zu viel verwendet, klappt es ganz gut. Ist aber Geschmackssache und du kannst das gerne weglassen oder gegen ein Süßungsmittel deiner Wahl austauschen.